Die Geier segeln zurück - Aber ihr Tisch bleibt meistens leer - Was nun?

Gänsegeier im Anflug (c) D. Haas

Am Samstag, dem 1. September ist internationaler Geiertag. Genauer gesagt: „Geier-Achtsamkeitstag“ IVAD (International Vulture Awareness Day). Weltweit werden jeweils am ersten Samstag im September zahlreiche Aktionen für die Geier initiert.

 

Über den internationalen "Geier-Achtsamkeitstag“

So lädt zum Beispiel die GESI zu einer Info- und Diskussionsveranstaltung in Sigmaringen ein. Tagungsort ist die Brauereigaststätte Zoller Hof, Leopoldstr. 42, 72488 Sigmaringen, Start ist ab 19:00 Uhr. Zur Einstimmung auf das Thema wird ein preisgekrönter Film von einheimischen Naturfilmern und Geierfans (Bergit und Jürgen Bergmann) gezeigt: „Giganten der Lüfte“, jüngst mit dem „Silbernen Schmetterling“ bei den Bundesfilmfestspielen Natur in Blieskastel ausgezeichnet. Experten der GESI (K.F. Gauggel, Dr. D. Haas u.a.) berichten dann reich illustriert über ihre Aktionen vor Ort und erlauben Einblicke hinter die Kulissen der Forschung und der Naturschutzpraxis unserer Landesbehörden.  Eingeladen sind alle an einer Aufwertung der Region durch spektakuläre Artenschutzprojekte interessierte Bürger, Lokal- und Landespolitiker, Schäfer und andere Landwirte, Jäger.

 

Der Altweltgeier - eine der am stärksten gefährdeten Vögel

Neben den Albatrossen gehören die Altweltgeier zu den am stärksten gefährdeten Vögeln der Welt. Alle 15 Arten haben erhebliche Bestandseinbußen erlitten. In den letzten Jahrzehnten starteten zahlreiche Gegenmaßnahmen in Europa, durch von der EU unterstützte Schutzprojekte, die den höchstgradigen Schutzstatus dieser Vögel berücksichtigen. Viele Regionen der EU profitieren dadurch, vor allem in Spanien, Frankreich, Kroatien, Bulgarien und allen Alpenstaaten, mit Ausnahme von Deutschland, das noch keine Mittel abgerufen hat. Immerhin 2 Arten, die Gänse- und Bartgeier, brüten bereits wieder nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Allerdings muss auch sichergestellt werden, dass ihnen die bei uns reichlich vorhandene Nahrung nicht weiterhin systematisch entzogen wird, sie dann auf zivilisatorisch verseuchte Ersatznahrung angewiesen sind und im Aus landen.  

 

Aktuelles und Aktionen

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