Der Spatz braucht Platz

Wer heute einen Spatz sieht, ist in Deutschland immer öfter ein Glückspilz. In den meisten Bundesländern ging der Bestand in den letzten 25 Jahren um 20 bis 50 Prozent zurück, in Großstädten, wie Hamburg und München sogar bis zu 80 Prozent. Bundesweit steht der ehemalige Allerweltsvogel schon auf der Vorwarnliste der Roten Liste der gefährdeten Brutvögel Deutschlands. Es fehlt an Nistmöglichkeiten und Nahrung für den Nachwuchs. Was Sie für den Spatz tun können? Lebensräume schaffen:

 

Spatzenfreundlich gärtnern
Pflanzen Sie einheimische Sträucher, Blumen und Gräser! Dichte Hecken aus Sträuchern, blühende Wildkräuter und Nutzpflanzen sehen nicht nur schön aus, sondern machen einen Garten auch vogelfreundlich: Hier können sich Spatz und Co. verstecken und finden das ganze Jahr über Insekten, Sämereien und Früchte als Nahrung.
Hier erfahren Sie, mit welchen Pflanzen Sie Ihren Garten spatzenfreundlich gestalten können.

 

Brutplätze schaffen
Spatzen brüten bevorzugt an Gebäuden. Vorhandene Nistplätze in Nischen unter Dächern sollten erhalten und bei der Planung von Sanierungsmaßnahmen berücksichtigt werden. Durch begrünte Fassaden oder mit einem Spatzen-Reihenhaus können neue Brutplätze geschaffen werden. Hier finden Sie eine Bauanleitung für ein Spatzen-Reihenhaus. In unserem Shop können Sie auch fertige Spatzen-Nisthäuser oder einen Spatzen-Reihenhaus-Bausatz erwerben.

 

Staubbäder und Vogeltränken anbieten
Spatzen brauchen Staub- und Wasserbäder, um ihr Gefieder parasitenfrei zu halten. Als Wasserstelle kann man beispielsweise einen maximal 4 cm tiefen Blumentopfuntersetzer verwenden. Das Wasser muss regelmäßig ausgetauscht werden, sonst können Krankheitserreger übertragen werden. Um ein Staubbad anzubieten, kann man ebenfalls eine Schale mit Sand befüllen oder einfach Sandflächen auf dem Boden frei lassen.

 

Quelle: Deutsche Wildtierstiftung
Bild: (Spatzenweibchen (links) / Spatzenmännchen (rechts)) - Deutsche Wildtierstiftung

 

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