Aktuelles

Hier gehts zur Vorstellung des Projekts bei der deutschen Wildtierstiftung:

 

https://www.deutschewildtierstiftung.de/content/3-naturschutz/5-gaemse-d...

Die Richtlinien für die Hege und Bejagung des Schalenwildes in Bayern

Sie gibt den rechtlichen Rahmen für den Umgang mit Schalenwild. Jeder sollte sie mal lesen und sich fragen, was bei uns mit den gesetzlichen Vorgaben geschieht. Das Gesetz schützt die WIldtier ein Bayern, aber wer schützt das Gesetz?

 

http://www.stmelf.bayern.de/mam/cms01/wald/jagd/dateien/richtlinien-hege...

Liebe Ornis, liebe NaturschützerInnen,

 

seit Wochen zieht ein junger Bartgeier (K 1), ein unberingtes, unmarkiertes Ex.durch Deutschland, höchstwahrscheinlich auf natürlichen ausgedehnten Wanderungen, wie sie für immature große Geier typisch sind. Herbert Fuchs hat diesen Fall in seine Geierhomepage eingebaut, unter folgendem Link abrufbar:

 

http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/geier/17_01.htm

 

Dieser Wildvogel wurde ja wiederholt recht zahm wirkend auf wenige Meter angetroffen. Der Rat, sich ihm nicht weiter zu nähern und den VCF zu informieren, ist sicher nicht schlecht. Denkt aber bitte erst mal dran: der Vogel ist in akuter Gefahr. Fast überall, wo er auf natürliche Weise Nahrung findet, kommt er nicht an sie ran: verendete Weidetiere werden entfernt und naturwidrig entsorgt, ebenso roadkills, und wo sie liegen bleiben, traut er sich nicht ran oder kommt in große Gefahr, ebenfalls Opfer zu werden (ein Teil der in Deutschland rel. häufigen überfahrenen Wölfe wird wohl auch durch roadkills an die Straßen gelockt). Und wenn er im Wald Nahrung findet, ist die Gefahr hierzulande noch groß, dass er an einer durch Greifvogelhasser bewusst vergifteten Kirrstelle oder an bleiverseuchtem Aufbruch geschädigt wird.

Daher meine Bitte: sorgt zuallererst für reichlich Fleisch und gut markhaltige Knochenstücke und legt sie in Sichtweite des Geiers aus, ohne zu stören. Erst, wenn er sich gut vollgekröpft hat, können Belegfotos angefertigt werden (bitte nicht direkt auf den Vogel zugehen, sonst fühlt er sich verfolgt und haut ab, wenn er noch kann). Informiert erst bei Einbruch der Dunkelheit alle möglichen Foren, wenn zum Überleben des Vogels erst mal beigetragen wurde. Der GESI sind nun zu viele Beispiele bekannt, in denen gesunde, in ausgezeichnetem Gefiederzustand nach Deutschland eingeflogene Geier hier umgekommen sind.

Zum besseren Verständnis noch ein Vergleich: Auf einem Autobahnparkplatz liegt ein stark abgemagerter oder krank/vergiftet wirkender Hund und winselt erbärmlich. Wer ihn nun mit einem Fußtritt in der Straßengraben befördert, riskiert ein Strafverfahren  und einen Großbericht in der Bildzeitung (wer den BG aber lediglich zu einer weiteren lebensgefährl. Flucht zwingt handelt genauso). Sollten wir Ornis wenigstens in solchen Fällen nicht auch unsere in vieler Hinsicht guten Tierschutzgesetze respektieren, und sie nicht nur in extrem subjektiver Weise nur auf Haustiere ausrichten.    

Altweltgeier sind neben den Albatrossen die weltweit am meisten gefährdete Vogelgruppe. Deutschland hat im Hinblick auf internationale Konventionen recht viel erreicht (z.B. Bonner Konvention, CMS), versagt aber seither noch völlig im Hinblick auf Schutzmaßnahmen dieser höchstgradig gefährdeten Vogelgruppe (s. auch unten nachfolgende Nachricht von BirdLife International, und angehängtes Manuskript, zur  Situation in Asien und Afrika). Die GESI hat Verfahren und Vorschläge entwickelt und detailliert geplant, die praktisch bei uns zum Nulltarif zu haben wären, die durch Spenden gut abgedeckt wären, die aber durch dubiose, undemokratische Entscheidungen übergeordneter Behörden ausgebremst wurden. Spendengelder mussten daher zum öffentlichen Nachteil umgewidmet werden. Weiteres dazu gerne auf Anforderung.

 

Mit besten Grüßen

Dieter Haas

(Dr. Dieter G. Haas

Geierschutzinitiative GESI

Heute beginnt das Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahren zur Herausnahme des Riedberger Horns aus der Alpenplan-Ruhezone C.

Damit soll die rechtliche Grundlage für eine Skischaukel am Riedberger Horn gelegt werden.

Jeder Bürger kann Einwendung erheben. Ende der Einwendungsfrist ist Mittwoch der 22. März 2017.

Alle Informationen zum Beteiligungsverfahren finden Sie hier:

Hintergrundinformationen zu den Planungen finden Sie z.b. auf den Seiten des BUND Naturschutz:

 

https://kempten.bund-naturschutz.de/projekte-brennpunkte/skischaukel-rie...

 

halten wir  Sie und euch auch über facebook auf dem Laufenden:

 

Pressemitteilung
 
Ernüchternde Bilanz für alternative Energiepflanzen
NACHWACHSENDE ROHSTOFFEUND BIODIVERSITÄT
 
Miltenberg/ Berlin 13.02.2017. Der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen wie Mais oder Raps bleibt in Deutschland stabil - darauf hat die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) vor wenigen Tagen hingewiesen. Alles andere als stabil ist jedoch die Artenvielfalt in den agrarisch geprägten Lebensräumen, in denen nachwachsende Rohstoffe wachsen. Um den Klimaschutz enger mit den Zielen des Natur-und Artenschutzes zu verzahnen, könnten zukünftig ertragreiche Wildpflanzenmischungen als alternative Energiepflanzen angebaut werden. „2016 betrug die Anbaufläche ertragreicher Wildpflanzenmischungen zur Biomasseproduktion deutschlandweit über 1.000 Hektar“, sagt Stefan Zeller vom Saatgutproduzenten Saaten Zeller. Die an der verkauften Saatgutmenge gemessene Anbaufläche liegt damit vor der der durchwachsenen Silphie, die als blühende Alternative zum Mais auf 800 Hektar angebaut wird. Allerdings: Zusammen kommen die beiden ökologischen Alternativen auf nicht einmal 0,2% der Anbaufläche des Mais.
Energiepflanzen für Biogasanlagen beanspruchten 2016 laut FNR mit knapp 1,5 Mio. Hektar die größte Fläche beim Anbau nachwachsender Rohstoffe. Auf etwa zwei Drittel dieser Fläche wuchs Mais. Durch die vorgeschriebene Mais-Deckelung in Biogasanlagen tauchen auch Gräser oder klassische Marktfrüchte wie Getreide und Rüben in der Statistik der nachwachsenden Rohstoffe auf. Für die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft leisten diese intensiven Ackerbaukulturen aber keinen entscheidenden Beitrag. Mehrjährige Wildpflanzenmischungen bieten dagegen das ganze Jahr Nahrung und Deckung für Niederwild, Feldvögel und Insekten. Gleichzeitig sind sie in der Lage, hohe Stickstoffmengen aus dem Boden zu nutzen – ein Aspekt der vor dem Hintergrund der unverminderten Nitratbelastung des Grundwassers an vielen Stellen von Bedeutung ist.
Damit Wildpflanzenmischungen zukünftig einen vorderen Platz in der Statistik der nachwachsenden Rohstoffe erreichen, fordert das Netzwerk Lebensraum Feldflur, dass die Nutzung des Aufwuchses mehrjähriger Blühflächen als Agrarumweltmaßnahme in die einzelnen Bundesländer eingebunden wird. „Derzeit liegt der Ertrag von Wildpflanzenmischungen zur Energieerzeugung unter dem Ertrag von Mais. Diese Differenz muss dem Landwirt finanziell ausgeglichen werden“, sagt Andreas Leppmann, Geschäftsführer des Deutschen Jagdverbandes und Mitglied im Netzwerk Lebensraum Feldflur. „Als Voraussetzung für Agrarumweltmaßnahmen muss die Nutzung des Aufwuchses mehrjähriger Blühflächen außerhalb der Brut-und Setzzeiten im Rahmen der GemeinschaftsaufgabeAgrarstruktur & Küstenschutz (GAK) ermöglicht werden“, so Leppmann weiter.
 
 
 
Jenifer Calvi
Pressereferentin
 
Deutsche Wildtier Stiftung
Christoph-Probst-Weg 4
20251 Hamburg

Hier gehts zum ,,Quer" -beitrag:

 

https://www.youtube.com/watch?v=HeyE4SMjCCc

 

(Bild von Dietmar Streitmeier)

 

(Bild von "(c)  Platzhirsch" )

Das Birkwild- Vorkommen am Hirschberg,  wird durch nächtliche Skitouren Angebote gefährdet!

Im folgenden die ganze Problematik:

 

Links die zum nächtlichen Tourengehen am Hirschberg ,,einladen":

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.afterwork-bus-von-muenchen-na...

https://www.bergzeit.de/magazin/nacht-skitour-blomberg-taubenstein-sudel...

 

 

Kommentar unserer 2. Vorsitzenden Dr. Christine Miller:

Ausrottung mit Ansage!

Birkwild ist in Bayern vom Aussterben bedroht. Die Vorkommen sind leicht an den Fingern abzuzählen. In den Alpen halten sich die Vögel noch am längsten. Doch Gefahren drohen auch hier, denn die lichten Wälder werden weniger, ebenso ruhige Almfläche und weniger wird vor allem das Wichtigste für die Birkhühner: Ruhe im Winter und Ruhe an den Balzplätzen!

 

Am Hirschberg gibt es noch einen kleinen Bestand – aber sein letztes Stündlein wurde in diesem Winter eingeläutet. Eindringlich haben Vogelschützer und Fachleute darum gebeten die Skirouten, die bisher in den offiziellen Karten eingezeichnet waren, nicht mehr zu markieren, denn die Sportler marschieren direkt durch das Wohnzimmer der empfindlichen Hühner. Die paar Schildchen, die der Alpenverein aufgestellt hat, um die lieben Wintersport-Enthusiasten zu bitten, nicht weiterzugehen, sieht man ja im Dunkeln nicht. Und gerade im März, zur Tourensaison kommen die „Spielhähne“ in Balzstimmung. Dann zählt jede Störung doppelt. Und wird der Balzplatz mehrmals hintereinander gestört, kann es sein, dass es in diesem Jahr überhaupt keine Küken schlüpfen.

 

Sargnagel Nachttouren

In diesem Winter kocht die Stimmung bei Naturschützern hoch. Denn mittlerweile wird nicht nur in Hochglanz- Magazinen und auf Sportler-Seiten im Netz für Tag- und Nachttouren auf den Hirschberg geworben. Findige Agenturen und willige Sportausrüster und Schilehrer organisieren jetzt „After-Work-Schitouren“ für die Münchner, die das quirlige Stadtleben nun auch in die Wald- und Bergeseinsamkeit bringen wollen.

 

Auch wenn die meisten nur ein kurzes Stückchen zur Einkehr hochtappen. Ein paar Wagemutige ziehen trotzdem weiter bergan, rein ins Birkwild-Schlafzimmer, oder probieren Abkürzer und Tiefschnee-Schlenker aus. Lärm und Licht zu ungewohnten Zeiten und an ungewohnten Orten versetzt die Wildtiere im Bergwald in Panik. Ihr Stoffwechsel ist jetzt auf Kante genäht und jede zusätzliche Aufregung und Anstrengung erhöht die Gefahr, dass sie diesen Winter nicht überleben.

 

Aufklären und Aufhalten!

Wir können diese mutwillige Zerstörung unserer Naturschätze nur für den Profit und den kurzzeitigen Lustgewinn einiger Weniger nicht hinnehmen. Wir planen Mahnwachen in München und am Hirschberg und Aufklärungsaktionen unter den Wintersportlern. Sicher will keiner vorsätzlich den Wildtieren schaden und auch wir wollen nicht grundsätzlich den Spaß am Wintersport verderben. Es gibt Wege für ein Miteinander in Wald und Berg. Das wollen wir mit einer Reihe von Aktionen und Infoveranstaltungen zeigen. Bei den Organisatoren und Touristikern werden wir auf klare Spielregeln pochen, die auch dem Wild und der Natur eine Überlebenschance gibt. Die „Spuivogerl“ werden es uns danken!

 

Fragen und Antworten

 

Frage: Bei den nächtlichen Schitouren sieht man keine Tiere, die in Panik flüchten. Haben Schitouren überhaupt so eine große Wirkung?

Antwort: Wildtiere reagieren bereits lange bevor Touristen sie sehen könnten. Sie flüchten oder sie drücken sich in ihre Verstecke. In beiden Fällen ist ihr gesamter Kreislauf in Alarmstimmung – und das kostet wertvolle Kalorien.

 

Frage: Früher sind Leute doch auch mal zu einer Mondscheintour aufgebrochen. Warum soll es heute plötzlich so schädlich sein?

Antwort: Das hat mehrere Gründe: Die Rückzugsgebiete für Wildtiere sind kleiner geworden, die Störungen mehr. Und vor allem durch die neue LED Lampen Technik, können sich Sportler heute ungehindert fast überall hin bewegen. Außerdem ist die Reichweite des Lichtstrahls weiter als wie mit einer kleinen Taschenlampenfunzel von früher. Der Störradius ist viel größer.

 

Frage: Die Touren am Hirschberg gehen ja nur entlang Pistenrand und bis zum Waldrand. Wie sollen dadurch die Birkhühner gestört werden?

Antwort: Es werden sich nicht alle an die ausgeschilderten Wege halten. Bereits jetzt wird in Zeitschriften und auf Foren damit geworben, weiter zu gehen. Außerdem gibt es auch im Wald Wildtiere. Wenn auf den Pisten und Wanderwegen tagsüber Betrieb ist, versuchten die Tiere wenigstens die Nachtstunden zu nutzen. Jetzt können sie auch das nicht mehr.

 

Frage: Die organisierten Touren finden doch nur einmal die Woche statt. Da kann die Störung doch gar nicht so schlimm sein?

Antwort: Bisher gibt es nur eine „After-Work-Tour“. Aber das kann sich schnell ändern. Und wer Geschmack an der nächtlichen Schitour in der Gruppe gefunden hat, kommt morgen und übermorgen vielleicht auf eigene Faust. Deshalb muss jetzt diesem Spektakel sofort und entschieden Einhalt geboten werden.

(Bild von "(c)  Platzhirsch" )

Videos von

cicindela sylvicola

 

 

 

 

Bildautor: Dietmar Streitmeier

 

Hier ein Link zum 83 Sekunden dauernden Werbefilm für ein Habichtskauzprojekt:

 

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