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Deutsche Wildtier Stiftung: Auf  2,3 Millionen Hektar  sind  92.000 Kitze bedroht

Die Zahl von „100.000 totgemähten Rehen“ ist nicht frei erfunden, sondern nach statistischen Kriterien berechnet; das ist ein großer Unterschied! Da Landwirte sich nicht selbst anzeigen, wenn sie ein Rehkitz ausgemäht haben, liegen natürlich keine gesicherten Zahlen über den tatsächlichen Verlust von Rehkitzen bei der Grünlandmahd im Frühjahr vor. Also ist man auf Hochrechnungen angewiesen.

 

In Mecklenburg Vorpommern wurden in diesem Frühjahr auf 500 Hektar 40 Rehkitze per Oktokopter gefunden und vor dem Mähtod gerettet. Das bedeutete, dass acht Rehkitze auf 100 Hektar vom Mähtod bedroht waren. 

 

Die Deutsche Wildtier Stiftung geht im Durchschnitt von einer konservativeren Zahl aus: Sie liegt bei vier Rehkitzen auf 100 Hektar Grünland. In Deutschland käme man nach dieser Berechnung auf 92.000 Kitze, die vom Mähtod auf rund 2,3 Millionen Hektar Fläche betroffen sind. Die Flächengröße ergibt sich aus dem per Schnittnutzung bewirtschafteten Dauergrünland in Deutschland zuzüglich der für den Grünfutteranbau genutzten Ackerflächen. 

 

Die Wahrheit liegt zwischen 100.000 und 50.000 betroffenen Rehkitzen! „Wer einmal ein Rehkitz mit abgemähten Beinen gesehen hat, das versucht aufzustehen und seine Mutter zu suchen, wird verstehe, dass schon ein ausgemähtes Rehkitz eins zu viel ist“, sagt Dr. Andreas Kinser, stellvertretender Leiter Natur- und Artenschutz der Deutschen Wildtier Stiftung.

Bildquelle: A. Nuembrecht/piclease

 

Quelle: Deutsche Wildtierstiftung

 

Wildes Bayern e.V. organisiert humoristisch lehrreiches „Science Theater“

Lumbricus Terrestris – Der Regenwurm…, Bos Primigenius Taurus – Die Kuh… und Hymenoptera – Die Wildbienen… rund um diese klangvollen Namen konzentrierte sich eine gleichermaßen heitere wie lehrreiche Theateraufführung von Fräulein Brehms Tierwelt

 

Trotz besten Badewetters füllte sich der Raum in der Alten Schule in Sachrang pünktlich zur Premierenvorstellung von Fräulein Brehms Tierwelt. Kinder mit Eltern oder Großeltern nutzen die Chance gleichermaßen wie interessierte Tierfreunde, sich dem schauspielerisch perfekt dargebotenen „Science Theater“ hinzugeben und tauchten ein in die Welt der heimischen Tierwelt. Fräulein Brehm, alias Lydia Starkulla, zog die Tierfreunde mit viel Witz in ihren Bann und präsentierte in drei Vorstellungen geballtes Wissen aus der Tierwelt. 

 

So wird wohl kaum jemand mehr vergessen, dass der Lumbricus terrestris insgesamt fünf Herzen hat und am ganzen Körper pieseln kann. Oder wie die Mikrobenfraktion und die Grasfraktion im Parlament des Kuhpansens „verhandeln“ Und Milliarden von Mikroben sorgen bei der Bos primigenius taurus, alias „Die Kuh“ dafür sorgen, dass aus rund 100 Kilogramm Gras die täglich verspeist werden trinkbare und nahrhafte Kuhmilch wird. Und natürlich nicht zu vergessen die vielen klangvollen Namen aus der Welt der Wildbiene und wie gefährdet diese aufgrund der viel zu sorgfältig gemähten und gespritzten Felder sind. Und nicht nur gefährdet – jede Menge Bienenarten sind bereits ausgestorben, da sie keinen Lebensraum mehr haben.

 

„Die Veranstaltung hat mir sehr viel Spaß gemacht“, so die Schauspielerin am Ende des Abends. Und Dr. Christine Miller, 1. Vorsitzende des Vereins Wildes Bayern e.V. ergänzt: „Man muss das Fräulein Brehm einfach gesehen haben. Zu erklären, um was es geht ist wirklich schwer. Aber dabei sein, zu erleben wie die Tierwelt funktioniert ist nicht nur einmalig sondern auch erlebenswert. Es macht unheimlich viel Spaß zu sehen, wie sehr Kinder und Erwachsene in den Bann gezogen werden. Und schließlich erleben wir in diesem Programm auch wie fragil die Lebenswelt dieser Arten ist, wie ihnen Bodenverdichtung, Gifteintrag, Verlust der Vielfalr an Lebensräumen in Dorf, Feld und Wald zusetzen. Das war sicherlich nicht die letzte Vorstellung, die wir vom Verein Wildes Bayern e.V. mit Fräulein Brehm zusammen organisiert haben.

 

Insgesamt 13 Bände "Brehms Tierleben" unterschiedlichsten Inhalts wurden auf der Basis der ersten Werke von Alfred Brehm produziert. Und natürlich nicht zu vegessen, Brehms vergessene Tierleben', über ausgestorbene und bedrohte Tierleben. Die zoologische Enzyklopädie fand großen Anklang und ist noch immer ein beliebtes Nachschlagewerk. Anschaulich werden die Tiere und ihre Eigenarten in den Büchern dargestellt. Die Bücher gehören zu den bekanntesten zoologischen Nachschlagewerken weltweit. Aber - kennt Ihr auch schon Fräulein Brehms Tierleben?

 

 

Wild trifft Wild

Das "Wilde Bayern" bringt Fräulein Brehms Tierleben im Juli auf die Aschauer Bühne. Und zwar mit drei Programmpunkten aus der Reihe Mikrokosmos, in der bis jetzt der Regenwurm und die wilden Bienen die Fräuleinbühnen der Welt betreten. Auch drei Vogelarten haben inzwischen die Bühne betreten: Rauchschwalbe, Nachtigall und Star. In diesem Frühjahr betrat auch die Kuh die Bretter, die die Welt bedeuten. Und die drei Star-Akteure: Biene, Wurm und Kuh hat „Wildes Bayern“ nun nach Aschau geholt!

 

Hier erfahren Sie alles über das Programm am 13. und 14. Juli 2018...

 

 

Stephanie Weiler absolviert das Masterstudium Wildtierökologie und Wildtiermanagement an der Universität für Bodenkultur in Wien und war schon als kleines Kind zum Wandern in den Bergen unterwegs und von Murmeln begeistert.

Auch ihre Masterarbeit dreht sich rund um die Murmeltiere und zusammen mit Dr. Christine Miller vom Verein Wildes Bayern e.V. hat sie eine Studie rund um die Murmeln gestartet. Los ging es im vergangenen Jahr, aber auch in diesem Jahr wird fleißig weiter gezählt.

Auch die Online-Medien be-outdoor.de und BGLand24.de haben das Thema nun aufgegriffen und rufen zum Citizen Science bei der Murmeltiersuche auf...

1990 gab es noch 1,1 Millionen Honigbienen-Völker in Deutschland. In nur 25 Jahren sind sie auf nur noch etwa 700.000 Völker geschrumpft. 

 

Von den rund 560 Wildbienenarten in Deutschland ist bereits über die Hälfte stark bedroht. Deshalb wurde gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) auf change.org eine Petition gestartet. In dieser wird die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner von der Köchin und Autorin Sarah Wiener aufgefordert, endlich etwas gegen das massive Bienensterben zu unternehmen:
 

 

"Wir brauchen eine andere Art von Landwirtschaft! Schluss mit Überdüngung, Pestiziden und der intensiven Flächennutzung! Der Beschluss der EU über ein Teilverbot von Neonikotinoiden ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Aber auch die intensive Flächennutzung und der Einsatz von Glyphosat und anderen Pestiziden müssen wirksam reduziert werden". 

 

Möchten auch Sie Ihre Unterschrift hinzufügen? Hier geht es zur Petition...

 

(c)change.org/Sarah Wiener

Der Dokumentarfilm "Auf der Jagd - Wem gehört die Natur?" ist Anfang Mai deutschlandweit in unzähligen Kinos angelaufen. Noch immer wird der Film gezeigt und freut sich über großen Zulauf. 

 

Wer keine Gelegenheit hatte ihn sich in im Kino anzuschauen, kann ihn nun über die BR Mediathek online anschauen.

 

Außerdem wird die Sendung in leicht veränderter Version am 28.06. um 16:45 im Rahmen von Xenius auf arte laufen und ist danach in der arte Mediathek unter diesem Link abrufbar...

 

 

Der Dokumentarfilm "Auf der Jagd - Wem gehört die Natur?" hat viele Kinosäale gefüllt. Wer ihn noch einmal sehen möchte oder die Gelegenheit ergreifen, ihn sich jetzt dann doch noch anzuschauen, der hat am 27. Juni und am 3. Juli die Gelegenheit, das Werk nochmal im Berleburger Capitol-Kino anzuschauen...

 

Das passiert, wenn sich Jäger nur noch als Büttel der Agrarlobby verstehen. Die untere Jagdbehörde und die Staatsanwaltschaft greifen hoffentlich hart durch und die Agroindustriellen vor Ort sollten dringend einen Integrationskurs besuchen. Offensichtlich haben sie Schwierigkeiten beim Verständnis davon, was sie in einem Rechtsstaat dürfen!

 

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel...

Wer sich kritisch über den großen Reibach bei der "Energiewende" äußert, wird gerne als Umweltschwein und Klimawandel-Leugner denunziert. Dabei müssen wir wirklich aufpassen mit dem blinden Run auf Windräder nicht noch die letzten Reste unserer Landschaft und Natur buchstäblich zu schreddern. Es gibt Alternativen und die Königsdisziplin bleibt das Energie-Sparen!

 

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel...

Stephanie Weiler studiert ein Masterstudium zum Thema Wildtierökologie und Wildtiermanagement an der Universität für Bodenkultur in Wien. Ihr ihrer Masterarbeit untersucht sie für die Universität für Bodenkultur Wien und den Verein „Wildes Bayern e.V.“ die Verbreitung der Murmel...

 

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