Aktuelles

„Wildes Bayern“ unterstützt die Masterarbeit von Stephanie Weiler an der Universität für Bodenkultur, Wien. Frau Weiler untersucht die Verbreitung von Murmeltieren in Bayern. Alles Weitere erfahren Sie HIER.

Link zum deutschen Jagdverband:

 

https://www.jagdverband.de/content/barrierefreiheit-f%C3%BCr-die-biologi...

 

Kommentar von Dr. Christine Miller:

Mr Seehofer, tear down this wall!
Im Freistaat verhindern nicht nur natürlich Barrieren den Zusammenhalt der Wildtier-Populationen. Rotwild wird aus einem Großteil seines natürlichen Lebensraums ausgesperrt. Und selbst mitten im größten behördlich erlaubten Rotwild-Vorkommen klafft eine große Wunde im Verbreitungsgebiet. Auf Verlangen einiger weniger Grundstücksbesitzer wurde am östlichen Inn-Ufer vor etwa 15 Jahren dem Rotwild Platzverweis erteilt. Diese unnatürliche Grenze im Lebensraum unserer größten WIldtiere muss fallen, damit unsere Natur wieder ein bisschen natürlicher und unsere letzten „Roten“ wenigstens in den bayerischen Alpen ein sicheres Rückzugsgebiet haben.
Wir werden noch in diesem Jahr dazu eine Petition starten.

Veränderung zum 23.3. 2017:

Die erste Vorsitzende IKH Herzogin Helene in Bayern legte zu diesem Datum ihr Amt nieder.

Genaueres wird in den nächsten Tagen veröffentlicht.

Der/ die Nachfolger/in wird erst in den nächsten Wochen feststehen und bei der kommenden Vollversammlung,  von den anwesenden Mitgliedern ins Amt gewählt.

Überaus gründlich und kompetent recherchiert. Die Aufnahmen bestätigen die wissenschaftliche EInschätzung: Gams ist eben kein "Bergwild" sondern eine Wildart, die steile, felsige EInstände liebt und sucht. Wir haben hoffentlich noch oft Gelegenheit die Gams in Mittelfranken zu beobachten.

 

http://www.marcoschuette.com/single-post/2017/03/21/Ein-Besuch-bei-der-k...

 

 

Der bayrische Totem steht seit kurzen im Tierheim in Garmisch!

 

Die Botschaft ist klar:Tierschutz gilt auch für Wildtiere!

 

 

 

 

 

Pressemitteilung der Deutschen Wildtierstiftung:

 

Böcke auf der Flucht vor Skihasen

 

 

Die Deutsche Wildtier Stiftung: Wintersportler sehen immer seltener Gämsen in den Skigebieten
Hamburg, 09. März 2017. Ski heil! Der Ansturm aus dem Norden Richtung Alpen hat begonnen – Deutschlands Skihasen sind jetzt auf der Piste. Für die tierischen Bewohner der Skigebiete wird das Vergnügen der Menschen schnell zum Dauerstress: Sie sind auf der Flucht vor den Skihasen – und geraten dadurch in Gefahr. „Denn durch Wintersportler aufgescheuchte Gämsen verbrauchen im tiefen Schnee enorm viel Energie, die sie durch das geringe Nahrungsangebot jetzt nicht mehr kompensieren können“, sagt Dr. Andreas Kinser von der Deutschen Wildtier Stiftung.

 

Die Folgen von Störungen sind auch im Wald sichtbar. Wenn sich die Wildtiere nicht mehr aus dem dichten Wald heraustrauen, beknabbern sie junge Bäume und können wirtschaftliche Schäden im Wald verursachen. „Vor allem Aktivitäten jenseits der ausgewiesenen Pisten und Wege haben oft gravierende Folgen“, so Kinser. Wildtiere können sich zwar an Menschen auf Pisten und Wegen gewöhnen - doch bereits ein einzelner Mensch, der abseits der Wege unterwegs ist, passt nicht mehr ins gewohnte Schema und löst eine kräftezehrende Flucht aus.

 

Damit der Skiurlaub nicht zum Alptraum der Wildtiere wird, sollten Wintersportler ein paar Grundregeln mit in die Ferien nehmen. „Alle Schneebegeisterten sollten nur die ausgewiesenen Pisten, Wege und Aufstiegsrouten nutzen und auf Touren nach Sonnenuntergang verzichten“, so der Experte der Deutschen Wildtier Stiftung. Vor allem die ausgeschilderten Wildruhezonen, von denen im Alpenraum aus gutem Grund immer mehr entstehen, können ihren Zweck nur erfüllen, wenn jeder Einzelne sie respektiert.
Ein gutes Beispiel für eine Wildruhezone ist das Wald-Wild-Schongebiet am Geigelstein in den Chiemgauer Alpen. Bereits seit Oktober 2009 gilt eine Verordnung, nach der eine Wildruhezone nach wildbiologischen Notwendigkeiten eindeutig abgegrenzt ist und die trotzdem für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer viele Tourenmöglichkeiten erhält. „Unverständlich ist für uns allerdings, warum im Gebiet des Geigelsteins die Schonzeit für Gämse aufgehoben wurde und die Tiere ganzjährig gejagt werden dürfen“, sagt Dr. Andreas Kinser. „Was für Wintersportler gilt, sollte doch längst für den Jäger gelten!“

 

Hintergrund
Die Deutsche Wildtier Stiftung engagiert sich seit 2016 für die Gams in den bayerischen Alpen. Denn nach europäischem Recht darf Gamswild erst gejagt werden, wenn seine Population stabil ist. Im Rahmen des Projektes sollen Alter, Geschlecht und Gewicht aller im Rahmen eines Jagdjahres erlegten Gämsen genau erfasst werden, um aus diesen Daten Rückschlüsse auf die lebende Population zu ziehen. Dafür bieten sich die gesetzlich vorgeschriebenen Hegeschauen an, bei denen die körperliche Verfassung des Wildes und die strukturelle Entwicklung der Wildbestände als Information für die Öffentlichkeit dargestellt werden muss.

Hier gehts zur Vorstellung des Projekts bei der deutschen Wildtierstiftung:

 

https://www.deutschewildtierstiftung.de/content/3-naturschutz/5-gaemse-d...

Die Richtlinien für die Hege und Bejagung des Schalenwildes in Bayern

Sie gibt den rechtlichen Rahmen für den Umgang mit Schalenwild. Jeder sollte sie mal lesen und sich fragen, was bei uns mit den gesetzlichen Vorgaben geschieht. Das Gesetz schützt die WIldtier ein Bayern, aber wer schützt das Gesetz?

 

http://www.stmelf.bayern.de/mam/cms01/wald/jagd/dateien/richtlinien-hege...

Liebe Ornis, liebe NaturschützerInnen,

 

seit Wochen zieht ein junger Bartgeier (K 1), ein unberingtes, unmarkiertes Ex.durch Deutschland, höchstwahrscheinlich auf natürlichen ausgedehnten Wanderungen, wie sie für immature große Geier typisch sind. Herbert Fuchs hat diesen Fall in seine Geierhomepage eingebaut, unter folgendem Link abrufbar:

 

http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/geier/17_01.htm

 

Dieser Wildvogel wurde ja wiederholt recht zahm wirkend auf wenige Meter angetroffen. Der Rat, sich ihm nicht weiter zu nähern und den VCF zu informieren, ist sicher nicht schlecht. Denkt aber bitte erst mal dran: der Vogel ist in akuter Gefahr. Fast überall, wo er auf natürliche Weise Nahrung findet, kommt er nicht an sie ran: verendete Weidetiere werden entfernt und naturwidrig entsorgt, ebenso roadkills, und wo sie liegen bleiben, traut er sich nicht ran oder kommt in große Gefahr, ebenfalls Opfer zu werden (ein Teil der in Deutschland rel. häufigen überfahrenen Wölfe wird wohl auch durch roadkills an die Straßen gelockt). Und wenn er im Wald Nahrung findet, ist die Gefahr hierzulande noch groß, dass er an einer durch Greifvogelhasser bewusst vergifteten Kirrstelle oder an bleiverseuchtem Aufbruch geschädigt wird.

Daher meine Bitte: sorgt zuallererst für reichlich Fleisch und gut markhaltige Knochenstücke und legt sie in Sichtweite des Geiers aus, ohne zu stören. Erst, wenn er sich gut vollgekröpft hat, können Belegfotos angefertigt werden (bitte nicht direkt auf den Vogel zugehen, sonst fühlt er sich verfolgt und haut ab, wenn er noch kann). Informiert erst bei Einbruch der Dunkelheit alle möglichen Foren, wenn zum Überleben des Vogels erst mal beigetragen wurde. Der GESI sind nun zu viele Beispiele bekannt, in denen gesunde, in ausgezeichnetem Gefiederzustand nach Deutschland eingeflogene Geier hier umgekommen sind.

Zum besseren Verständnis noch ein Vergleich: Auf einem Autobahnparkplatz liegt ein stark abgemagerter oder krank/vergiftet wirkender Hund und winselt erbärmlich. Wer ihn nun mit einem Fußtritt in der Straßengraben befördert, riskiert ein Strafverfahren  und einen Großbericht in der Bildzeitung (wer den BG aber lediglich zu einer weiteren lebensgefährl. Flucht zwingt handelt genauso). Sollten wir Ornis wenigstens in solchen Fällen nicht auch unsere in vieler Hinsicht guten Tierschutzgesetze respektieren, und sie nicht nur in extrem subjektiver Weise nur auf Haustiere ausrichten.    

Altweltgeier sind neben den Albatrossen die weltweit am meisten gefährdete Vogelgruppe. Deutschland hat im Hinblick auf internationale Konventionen recht viel erreicht (z.B. Bonner Konvention, CMS), versagt aber seither noch völlig im Hinblick auf Schutzmaßnahmen dieser höchstgradig gefährdeten Vogelgruppe (s. auch unten nachfolgende Nachricht von BirdLife International, und angehängtes Manuskript, zur  Situation in Asien und Afrika). Die GESI hat Verfahren und Vorschläge entwickelt und detailliert geplant, die praktisch bei uns zum Nulltarif zu haben wären, die durch Spenden gut abgedeckt wären, die aber durch dubiose, undemokratische Entscheidungen übergeordneter Behörden ausgebremst wurden. Spendengelder mussten daher zum öffentlichen Nachteil umgewidmet werden. Weiteres dazu gerne auf Anforderung.

 

Mit besten Grüßen

Dieter Haas

(Dr. Dieter G. Haas

Geierschutzinitiative GESI

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